Rund 40 % aller Websites laufen auf WordPress — auch die alte Version unserer eigenen Website tat das. Trotzdem bauen wir die meisten neuen Projekte heute statisch. Warum, und wann WordPress trotzdem die richtige Wahl ist: der ehrliche Vergleich.
Was heißt überhaupt „statisch”?
Eine WordPress-Website baut jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen: Datenbankabfragen, PHP-Code, Theme, Plugins — dann erst sieht der Besucher etwas. Eine statische Website wird einmal beim Veröffentlichen fertig „gebacken” und liegt dann als fertige Dateien auf einem weltweiten Auslieferungsnetz (CDN). Der Besucher bekommt sie ohne Umwege — daher die Geschwindigkeit.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | WordPress | Statische Website |
|---|---|---|
| Ladezeit | 2–5 Sekunden (optimiert 1–2) | 0,3–0,8 Sekunden |
| Sicherheit | Plugins/Login als Angriffsfläche | keine Datenbank, nichts zu hacken |
| Wartung | laufende Updates nötig | nur Inhaltsänderungen |
| Inhaltspflege | eigenes Backend (Vorteil bei viel Redaktion) | über Partner oder CMS |
| Hosting-Kosten | stärkeres Hosting nötig | wenige Euro, oft kostenlos |
| Ideal für | tägliche Redaktion, große Teams | die meisten Firmenwebsites |
Der Vergleich in fünf Disziplinen
Geschwindigkeit: klarer Punkt für statisch
Typische WordPress-Seiten laden in 2–5 Sekunden, gut optimierte in 1–2. Statische Websites liegen bei 0,3–0,8 Sekunden — ohne Caching-Plugins und Optimierungs-Akrobatik. Da Ladezeit ein Google-Rankingfaktor ist und jede Sekunde Conversion kostet, ist das kein Schönheitswettbewerb, sondern bares Geld.
Sicherheit: keine Angriffsfläche statt Dauerpatchen
WordPress-Seiten werden nicht gehackt, weil Hacker genial sind — sondern weil veraltete Plugins offene Türen sind. Wir retten regelmäßig gehackte WordPress-Seiten von Unternehmen, die „nur kurz die Updates aufgeschoben” haben. Eine statische Website hat keine Datenbank, kein Login, keine Plugins — es gibt schlicht nichts zu hacken.
Wartung: laufende Pflicht vs. Ruhe
WordPress verlangt kontinuierlich Updates für Core, Theme und Plugins — und jedes Update kann etwas kaputtmachen. Statische Websites kennen diese Tretmühle nicht. Wartung beschränkt sich auf inhaltliche Änderungen.
Inhaltspflege: hier punktet WordPress
Wer täglich Beiträge veröffentlicht oder einen großen redaktionellen Bereich betreibt, profitiert vom WordPress-Backend. Das ist der ehrliche Vorteil — wenn er denn genutzt wird. Unsere Erfahrung: Bei den meisten Firmenwebsites wird das Backend nach dem Launch kaum noch geöffnet, die Update-Pflicht bleibt trotzdem.
Kosten: kurzfristig ähnlich, langfristig statisch vorn
Die Erstellung kostet ähnlich viel. Danach dreht sich das Bild: WordPress braucht Wartung, stärkeres Hosting und gelegentliche Plugin-Lizenzen. Statisches Hosting kostet wenige Euro im Monat, oft sogar nichts.
Wann WordPress die richtige Wahl ist
- Sie veröffentlichen mehrmals pro Woche eigene Inhalte mit mehreren Redakteuren.
- Sie brauchen ein bestimmtes Plugin-Ökosystem, das es nur dort gibt.
- Ihr Team ist in WordPress eingearbeitet und die Pflege ist organisiert (Updates, Backups, Monitoring).
In allen anderen Fällen — also bei den meisten Unternehmens-Websites mit gelegentlichen Änderungen — liefert statische Technik das bessere Gesamtpaket aus Geschwindigkeit, Sicherheit und Kosten.
Fazit
Die Frage ist nicht „WordPress oder nicht?”, sondern: Wie oft ändern sich Ihre Inhalte wirklich — und wer pflegt sie? Beantworten Sie das ehrlich, ist die Technikwahl einfach. Wir beraten Sie dazu unverbindlich — auch, wenn am Ende WordPress die richtige Lösung für Sie ist.